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EID MUBARAK – DAS OPFERFEST

DIE VORZÜGLICHKEIT DES OPFERFESTES

Das Opferfest ist eines der beiden islamischen Feste im Kalenderjahr. Es ist eng verbunden mit dem Hadsch, der die vierte Säule und Grundlage des Islams darstellt. Wenn Muslime ihren Hadsch vollendet haben, werden ihnen ihre Sünden vergeben.

Am Tag von Arafat verrichten die Pilger den Wuqūf, die wichtigste Säule des Hadsch. Am Tag von Arafat befreit Allah, der Erhabene, viele Menschen aus der Hölle, sowohl jene, die den Wuqūf auf Arafat verrichten, als auch viele andere, die sich nicht dort befinden. Aus diesem Grund ist der Tag nach dem Wuqūf für alle Muslime, unabhängig davon, ob sie den Hadsch angetreten haben, ein Festtag. Denn am Tag von Arafat haben alle Anteil an der Vergebung und der Befreiung aus der Hölle. Allah, der Erhabene, hat aus Barmherzigkeit und, um Seinen Dienern Erleichterung zu verschaffen, den Hadsch nicht jedes Jahr, sondern nur einmal im Leben zur Pflicht gemacht.

Allah der Erhabene hat für alle Muslime das Opferschlachten vorgeschrieben, damit sie die Nähe zu Ihm suchen können. Die Pilger steinigen an den Opferfesttagen die Schaitane, nähern sich Allah durch das Schlachten ihrer Opfertiere, schneiden ihre Haare und verlassen den Ihram‑Zustand und umrunden das Bayt al‑Atiq (die ehrwürdige Kaaba). Andere Menschen versammeln sich, um Allāhu Taʿālā zu gedenken, den Takbir zu sprechen und das Festgebet zu verrichten.

Mihnaf ibn Sulaym (r.a.) von den edlen Sahaba sagte: „Wer am Tag des Ramadan‑Festes sein Haus verlässt, um das Festgebet zu verrichten, erhält den Lohn einer Umra. Und wer am Tag des Opferfestes sein Haus verlässt, um das Festgebet zu verrichten, dem wird dies wie ein freiwilliger Hadsch angerechnet.“

Das am Opferfest geschlachtete Opfertier und das verrichtete Gebet sind vorzüglicher als die Spende und das Gebet am Ramadanfest. Denn unserem Propheten Muhammad (s.a.w.) wurde das Kawthar‑Becken gegeben und er wurde angewiesen, seinem Herrn mit rituellem Gebet und Opferschlachtung zu danken. Ihm wurde befohlen zu sagen – sinngemäß –: „Sag: (O mein geliebter Prophet) Wahrlich, mein Gebet, meine Opfer- und Hadsch‑Ibādāt, mein Leben und mein Tod sind für Allah, den Herrn der Welten.“ (Sure Al‑Anʿām, Vers 162). Aus diesem Grund wird dieser edle Vers beim Schlachten des Opfertieres zusammen mit dem Takbir aufgesagt.

27. Mai 2026 
10 Dhul‑Hiddscha 1447 
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